Koutchinski Type & Design
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I just started this. Don't know if you want me to keep going?

3D Druck

Wie viele von euch wissen, hege ich schon seit langer Zeit eine gewisse Faszination für den 3D Druck. Die Idee aus digitalen Daten Objekte zu erschaffen, ohne die Hilfe von Handwerk und Produktion kommt direkt aus dem Science Fiction. Und doch ist die Grundausstattung heutzutage für jedermann günstig erhältlich.

Das erste mal habe ich für mein Diplom gedruckt. Ich habe einen 60-Seitigen, sowie 5-Seitigen Würfel gebraucht. So etwas gibt es einfach nicht im Handel. Ich erinnere mich an die Enttäuschung, als ich die ersten Drucke aus der Werkstatt geholt habe. Nett, aber qualitativ minderwertig. Daraufhin wendete ich mich an Shapeways und bekam für gutes Geld wahnsinnige Qualität.

Heute, nur 5 Jahre später, gibt es 3D-Drucker für 200€ die eine Qualität drucken können, von der ich früher nur träumen konnte. Seit März diesen Jahres drucke ich nun Tests, Modelle und spiele mit den Einstellungen und den verschiedenen Filamenten. Jetzt, da ich mich sicher im Umgang mit meinem Drucker fühle, bin ich bereit modellieren zu lernen. Aber dazu später.

Fangen wir mit dem Drucker an. Ich habe mich für einen Ender-3 von Creality entschieden. Ein chinesisches Fabrikat, dass nach Lieferung erst mit Hilfe von Youtube Videos zusammengebaut werden muss. Sehr basic, sehr do-it-yourself. Kostenpunkt, zwischen 180 und 220€. Damit und einer Rolle aufgerolltem Material, sogenanntem Fillament kann man direkt loslegen. Auf der beigelegten SD Karte sind ein paar Grundmodelle vorgeladen. Damit kann man prüfen ob der Drucker überhaupt funktioniert.

Wenn das der Fall ist, kann man anfangen Updates für den Ender zu drucken. Ja, richtig gelesen. Man druckt Teile vom Drucker mit dem Drucker selbst. Sich selbst replizierende Maschinen sozusagen. Natürlich besteht dann die erste Möglichkeit seinen Drucker zu individualisieren. In Zeiten von standardisierten Layouts und Geräten (Ja, Apple, ich sehe dich dabei an) ist das eine willkommene Abwechslung.

Und woher die Modelle besorgen, wenn man gar kein 3D kann?

Dadurch das die 3d-Druck Community Mentalität noch sehr jung und Opensource ist, ist das finden von Modellen eigentlich gar kein Problem. Es gibt mehrere Seiten die Modelle frei zur Verfügung stellen oder diese für ein kleines Entgelt verkaufen.

Zu erwähnen sind insbesondere:

https://www.thingiverse.com/

https://www.myminifactory.com/

https://cults3d.com/

Und natürlich https://www.shapeways.com/, wo man die Modelle auch einfach fertig bestellen kann. Shapeways nutzt dabei die neuesten Maschinen und Industriestandards. Und sie können in fast jedem denkbaren Material drucken. Die Seite besuchen lohnt sich.

Nun hat man also sein .STL Modell und möchte es drucken. Ein letzter Schritt fehlt: Der Slicer. Der Slicer ist ein Programm, dass aus dem 3D Modell einen maschinenlesbaren .gcode generiert. Dieser wird beispielsweise auch beim phräsen verwendet. Auch hier gibt es dankenswerterweise eine fabelhafte Opensource Software namens CURA. Die Voreinstellungen sind brauchbar und die Bedienung ist selbsterklärend. Die Tiefe des Programms ist spannend. Man kann alles manipulieren, wenn man wüsste was man tut. Braucht man aber nicht. Das ist das beruhigende.

Als letztes möchte ich noch die Reddit Community wärmstens empfehlen. Nie habe ich länger als einen Tag auf eine Frage gewartet. Und in keinem Thema habe ich soviele enthusiastische Nerds gesehen wie dort.

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Alle weißen und roten Elemente sind zusätzlich gedruckt.

Alle weißen und roten Elemente sind zusätzlich gedruckt.

Offiziell nirgends erhältlich. Mario mit Knarre.

Offiziell nirgends erhältlich. Mario mit Knarre.

Übungsmodelle. Jetzt schauen wir mal, wie Logos greifbar werden.

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